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Recherche zu Hass im Netz: Über 350 Mordaufrufe und Aufruf zu Giftgas-Einsatz auf AfD-Bundesseite erfasst

16.09.2026 15:56 UHR Das zivilgesellschaftliche Monitoring-Projekt @anti.afd hat das Ausmaß seiner Datenerhebung auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Bundes-AfD („afd.bund“) drastisch erhöht. Nach der Analyse von mehr als 14.000 Kommentaren bereitet die Initiative eine umfassende Beweiskette vor. Die Dokumentation von über 350 konkreten Massenmordaufrufen soll demnächst den Druck auf den Plattformbetreiber Meta und die Landesmedienanstalten erheblich erhöhen. Bislang reagiert der Plattformbetreiber Instagram lediglich punktuell mit dem Verbergen einzelner Inhalte. Von der Redaktion Die Debatte um die Moderationspflichten politischer Akteure auf Social-Media-Plattformen erreicht eine neue Dimension. Wie aus Auswertungen hervorgeht, die dem Blog Blogger im Einsatz vorliegen, hat die Initiative @anti.afd ihre Recherchen systematisch ausgeweitet. Insgesamt wurden im Zuge der Großuntersuchung mehr als 14.000 Kommentare unter 5 zentralen Beiträgen der Bundespartei analysiert. Das Ergebnis...

Untersuchung weitet sich aus: Systematischer Verdacht auf unmoderierte Massenmordaufrufe bei AfD-Bundesseite

Nach ersten Funden drastischer Hasskommentare weitet das dokumentierende Instagram-Projekt @anti.afd die Recherchen auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Bundes-AfD massiv aus. Durch eine fortlaufende Eigenanalyse zahlreicher weiterer Beiträge soll bewiesen werden, dass es sich um ein systematisches Moderationsversagen handelt. Für die verantworliche Partei wird es eng: Bereits 2020 erwirkte der Initiator des Projekts weitreichende Sanktionen gegen dieselbe Seite durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). Die Aufdeckung mutmaßlicher Strafrechtsverstöße in den Kommentarspalten der offiziellen Instagram-Seite „afd.bund“ geht in die nächste Phase. Nachdem das zivilgesellschaftliche Monitoring-Projekt von @anti.afd bereits in einer ersten Stichprobe 62 konkrete Mord- und Massenmordaufrufe unter nur drei Beiträgen dokumentiert hatte, folgt nun eine erweiterte Großuntersuchung. In Eigenregie wird die Analyse fortlaufend auf zahlreiche weitere Beiträge der Social-Media-Präsenz und ...

Umstrittener Polizeieinsatz auf dem NRW-Tag: Festbesucher kündigt Klage an

Münster. Ein polizeilicher Platzverweis am Rande des NRW-Tags in Münster am vergangenen Wochenende zieht juristische Konsequenzen nach sich. Nach einem weitreichenden Ausschluss vom zentralen Festgelände steht der Vorwurf der Behördenwillkür im Raum. Ein betroffener Besucher, der ansonsten als Redakteur für das Portal „Blogger im Einsatz“ tätig ist, den Vorfall vor Ort jedoch privat erlebte, hat eine Fortsetzungsfeststellungsklage vor dem Verwaltungsgericht sowie eine Fachaufsichtsbeschwerde angekündigt. Dreistündiger Aufenthalt verläuft ohne Zwischenfälle Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag im Innenhof des Historischen Rathauses. Nach Angaben des Betroffenen hatte er gemeinsam mit einer Begleitperson ab 11:00 Uhr fast drei Stunden lang das Geschehen an einem Informationsstand der Partei AfD passiv beobachtet. Die Situation vor Ort sei in dieser Zeit absolut friedlich verlaufen und von den anwesenden Einsatzkräften nicht beanstandet worden. Gegen 14:00 Uhr änderte sich die ...

Angriff im Wahlkampf: Vorbestrafter rechter Streamer attackiert Wahlhelfer

Halle (Saale) / Ruhrgebiet. Am Rande des aktuellen Wahlkampfs in Halle an der Saale ist es zu einem handfesten Angriff auf einen Infostand der Partei Die Linke gekommen. Ein vom Betreiber selbst veröffentlichter Zuschnitt aus seinem Livestream dokumentiert den physischen Übergriff auf einen ehrenamtlichen Wahlhelfer. Der Vorfall alarmiert die Öffentlichkeit und wirft gleichzeitig ein kritisches Licht auf das Verhalten der anwesenden Polizeikräfte vor Ort. Provokation führt zu Gewalt Die Videoaufnahmen dokumentieren den exakten Ablauf einer bewussten Eskalationsstrategie: Der bekannte Web-Videoproduzent Matthäus W., der im Netz unter dem Pseudonym „Aktivist Mann“ auftritt und von Medien und Behörden der rechten Szene zugeordnet wird, konfrontierte das Standpersonal mit Kamera und Mikrofon aus unmittelbarer Nähe. Dabei stellte W. die Frage, ob sich einer der Helfer als „ethnisch deutsch“ bezeichnen würde. Nachdem der Angesprochene die Beantwortung verbal  verweigerte, sprach W. direk...

Einsatz gegen Journalisten in Münster: Polizei stellt Verfahren ein, sensibilisiert aber Beamte

Ein Polizeieinsatz bei einer Demonstration in Münster hat ein langes Nachspiel. Nach über 13 Monaten Ermittlungszeit hat das Polizeipräsidium Münster nun auf die Beschwerde eines betroffenen Journalisten reagiert. Die Behörde kündigt interne Konsequenzen an. Von der Redaktion Der Vorfall liegt bereits weit über ein Jahr zurück: Am 2. Juni 2025 begleitete der Redakteur von Blogger im Einsatz medienrechtlich zwei Demonstrationen in der Münsteraner Innenstadt. Während der Auflösung einer Sitzblockade durch die Polizei kam es zu einem rabiaten Zwischenfall. Der Blogger dokumentierte die polizeilichen Maßnahmen mit seiner Kamera aus wenigen Metern Entfernung, als er nach eigenen Angaben unvermittelt von einem Beamten von hinten am Rucksack gepackt und gegen eine Hauswand gedrängt wurde. Trotz einer deutlich sichtbaren Presseweste und dem mehrfachen Vorzeigen seines Presseausweises soll der Beamte die Arbeit des Medienvertreters behindert und verbal herabgewürdigt haben. Der Vorfall lös...

Wiederholter Fehlschlag vor Gericht: Staatsanwaltschaft Hagen scheitert nach Hattingen-Urteil erneut gegen Blogger

Hagen. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat sich bei dem Versuch, den Redakteur des Portals Blogger im Einsatz strafrechtlich zu belangen, eine deutliche Abfuhr abgeholt. Die Ermittler wollten den Blogger wegen eines vermeintlichen Foto-Uploads auf der Plattform X aus dem Jahr 2024 per Strafbefehl und ohne Gerichtsverhandlung aburteilen. Das zuständige Gericht spielte dieses Spiel jedoch nicht mit und wies den Antrag zurück. Das Muster aus Hattingen wiederholt sich Der aktuelle Fall weckt unweigerlich Erinnerungen an einen früheren, öffentlichkeitswirksamen Präzedenzfall, über den auch der WDR prominent berichtete: Im März 2025 stand der Journalist bereits vor dem Amtsgericht Hattingen im Visier der Strafverfolger. Damals hatte er per Video dokumentiert, wie auf einer Demonstration offen der verbotene Hitlergruß gezeigt wurde. Anstatt den Fokus rein auf den Hitlergruß-Prozess zu legen, versuchte die Justiz, den Filmer zu kriminalisieren. Das Verfahren endete am 26. März 2025 mit einem deut...

Bielefeld: Antisemitische Vorfälle gegen Redakteur von „Blogger im Einsatz“ bei Demonstration

Bielefeld . Bei einer Pro-Palästina-Demonstration in der Bielefelder Innenstadt ist es am Samstag zu antisemitischen Beschimpfungen gegen einen Medienvertreter gekommen. Betroffen war der Redakteur des Blogs „Blogger im Einsatz“, der die Versammlung vor Ort dokumentierte. Die anwesende Polizei griff in der Situation ein. Verbale Angriffe auf Blogger  Die Kundgebung, an der rund 42 Personen teilnahmen, war von verbalen Attacken gegen den journalistischen Blogger geprägt. Ein Demonstrationsteilnehmer beschimpfte den Redakteur von „Blogger im Einsatz“ mehrfach gezielt als „Kinderfresser“ und nutzte den Begriff „Zio“. Zum Ende der Versammlung zeigten mehrere Teilnehmer in Richtung des Bloggers den Mittelfinger. Der Begriff „Kinderfresser“ wird in der Antisemitismusforschung als Reaktivierung der mittelalterlichen Ritualmordlegende eingestuft. Bei diesem Narrativ werden historische, judenfeindliche Schuldzuweisungen auf den Staat Israel oder Personen, die man dafür verantwortlich macht,...

Nach Strafanzeigen und Instagram-Meldung: Kölner AfD-Politiker lässt manipuliertes Material von „Blogger im Einsatz“ online – und liket radikale Aufrufe zu Schusswaffengewalt

Konkrete Forderungen nach einem „Schießbefehl“ und unverhohlene Aufrufe zum gezielten Einsatz von tödlichen Schusswaffen gegen Demonstranten beschäftigen den Kölner Staatsschutz. Nachdem das betroffene Medienportal „Blogger im Einsatz“ wegen des verfälschten Pressematerials umfassende Strafanzeigen eingereicht und Löschmeldungen bei Instagram eingeleitet hat, liegen nun schockierende Belege vor: Der Kölner AfD-Politiker Felix Helleckes hat diese brutalen Gewaltaufrufe auf seinem Kanal aktiv mit „Gefällt mir“-Herzen versehen. In einem privaten Austausch bestätigte der Mandatsträger zudem die vorherige, gezielte Bearbeitung des Materials. Von Blogger im Einsatz  Der Fall, der nun die Kölner Justiz und den Staatsschutz beschäftigt, geht auf das Aufeinandertreffen einer Pro-Palästina-Demonstration und einer Pro-Israel-Kundgebung am 22. Mai 2026 im Stadtteil Ehrenfeld zurück. Ein Reporter des betroffenen Portals „Blogger im Einsatz“ dokumentierte vor Ort ein Handgemenge im Gesamtzusamme...

Mit digitalem Herz: Kölner AfD-Politiker liked Gewaltaufrufe und Hetze unter manipuliertem Presse-Video

Kommentar von Blogger im Einsatz    Köln - Es ist ein digitaler Sündenfall, der die systematische Verrohung im Netz dokumentiert: Der Kölner AfD-Politiker Felix Helleckes nutzt ein von uns erstelltes, geschütztes Pressematerial nicht nur ungenehmigt und in manipulierter Form für politische Stimmungsmache – er befeuert in den Kommentaren aktiv schwerste Gewaltphantasien. Nach Recherchen des Medienangebots „Blogger im Einsatz“ markiert der Mandatsträger unverhohlene Aufrufe zu Waffengewalt und die Entmenschlichung von Personen gezielt mit einem „Gefällt mir“. Unser journalistisches Dokumentationsmaterial wird so zum Katalysator für blanke Hetze. Der Kernskandal: Mandatsträger signalisiert Zustimmung für Waffengewalt Eine detaillierte Auswertung des Kommentarbereichs unter dem Beitrag von Felix Helleckes (felix.helleckes) offenbart einen erschreckenden Umgang mit der digitalen Vorbildfunktion eines Politikers. Anstatt bei extremistischen Ausfällen mäßigend einzuwirken oder strafb...

Kölner Justizstreit: Versammlungsbehörde zieht Bußgeldverfahren zurück – Gerichtsverfahren läuft weiter

Sechs Monate nach einem hochumstrittenen Polizeieinsatz am Kölner Neptunplatz versucht die Versammlungsbehörde die Reißleine zu ziehen: Das Verfahren gegen den Redakteur von Blogger im Einsatz wurde von Behördenseite offiziell eingestellt. Doch das von dem Blogger im Alleingang angestrengte Gerichtsverfahren läuft weiter. Das Amtsgericht Köln prüft nun, ob die Polizeimaßnahmen rechtswidrig waren. Von Blogger im Einsatz Es ist eine juristische Kehrtwende mit Seltenheitswert. Wie am Wochenende bekannt wurde, hat die Kölner Versammlungsbehörde das Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber des Blogs „Blogger im Einsatz“, nach § 47 Absatz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) überraschend eingestellt. Ein Bußgeld wird nicht verhängt. Doch wer glaubt, der Fall sei damit komplett zu den Akten gelegt, irrt: Das Verfahren vor dem Amtsgericht Köln läuft unabhängig davon weiter. Der Blogger hatte im März ohne anwaltliche Hilfe einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung nach § 62 ...

Antisemitismus auf Instagram: Wie ein polnischer Parlaments-Eklat in Deutschland instrumentalisiert wird

Ein rechtsextremer polnischer Abgeordneter sorgt in Warschau mit einer Hakenkreuz-Konstruktion für einen Skandal. In den sozialen Medien nutzen deutsche Accounts das Bildmaterial nun für gezielte Desinformation. Recherchen des Blogs „Blogger im Einsatz“ zeigen, wie offen verfassungsfeindliche Symbole verbreitet werden. Von Christopher Stenzel, Blogger im Einsatz Ein Video, das derzeit auf der Plattform Instagram im deutschen Digitalraum Verbreitung findet, zeigt einen Mann am Rednerpult des polnischen Parlaments (Sejm). Er entfaltet eine israelische Flagge, auf der der Davidstern durch ein Nationalsozialistisches Hakenkreuz ersetzt wurde. Ergänzt wird die Videospur durch den deutschsprachigen Textauszug: „Israel ist das neue Dritte Reich, und seine Flagge sollte genau so aussehen.“  Nach Recherchen von Blogger im Einsatz dokumentiert das Videomaterial ein reales Ereignis, wird jedoch im Kontext deutscher Social-Media-Kanäle gezielt zur Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole und...

Vorfall bei pro-palästinensischer Demonstration in Köln – Dokumentarist attackiert

Köln – Am Freitagabend ist es am Rande einer pro-palästinensischen Versammlung in Köln zu einem Zwischenfall mit einem unabhängigen Dokumentaristen gekommen. Eine Ordnerin der Demonstration soll dem Mann das Smartphone aus der Hand geschlagen und an sich genommen haben. Die anschließenden Polizeimaßnahmen stoßen auf Kritik. Nach bisherigen Informationen ereignete sich der Vorfall auf dem öffentlichen Bürgersteig außerhalb der angemeldeten Versammlungsfläche. Die Ordnerin soll dem Dokumentaristen, der die Demonstration filmte, das Handy aus der Hand geschlagen und es an sich genommen haben. Der Dokumentarist versuchte daraufhin, sein Arbeitsgerät zurückzuerlangen. Der Redaktion von „Blogger im Einsatz“ liegt ein Video des Angriffs vor. Polizeieinsatz gegen den Betroffenen Statt den Vorfall primär als mögliche Straftat gegen den Dokumentaristen aufzunehmen, gingen die Beamten gewaltsam gegen ihn vor. Nach dessen Schilderung wurde er gegen eine Wand gedrückt und abgeführt. Ein unbeteiligt...

Eskalation in Köln-Ehrenfeld: Ausschreitungen bei Demonstrationen am Leo-Amann-Platz

Bei zwei Kundgebungen am Leo-Amann-Platz in Köln-Ehrenfeld ist es am Freitag zu massiven Tumulten gekommen. Nach einem Flaggenraub eskalierte die Situation völlig: Eine augenscheinlich unterbesetzte Polizei wurde von Aktivisten attackiert, die versuchten, Gefangene zu befreien. Zur statischen Absicherung im Hintergrund musste schließlich ein Diensthund positioniert werden. Auch der israelsolidarische Gegenprotest und Medienvertreter wurden massiv attackiert. Köln. Eine pro-israelische Kundgebung und eine pro-palästinensische Demonstration sind am Freitagnachmittag in Köln-Ehrenfeld völlig aus dem Ruder gelaufen. Nach Augenzeugenberichten war die Kölner Polizei zunächst nur mit sehr wenigen Kräften vor Ort und wirkte angesichts der Aggressionen sichtlich unterbesetzt. Was als politischer Protest begann, endete in einer Kette von Straftaten, mehreren Festnahmen und direkten Angriffen auf die Beamten. Offizielle Stellungnahmen der Polizei zu den Vorfällen liegen bislang noch nicht vor. Fl...