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Anti-Israel-Demonstration in Dortmund

Am vergangenen Samstag versammelten sich in Dortmund rund 600 Personen zu einer Anti-Israel-Demonstration auf dem Platz der Deutschen Einheit. Die Kundgebung, die unter dem Motto 'Solidarität mit Palästina' stand, war ursprünglich von dem Bündnis "Bündnis Solidarität NRW" mit etwa 2000 Teilnehmern bei der Polizei angemeldet worden. Letztlich stieg die Zahl der Anwesenden im Verlauf der Veranstaltung auf etwa 1100 – blieb damit jedoch deutlich unter der angemeldeten Größe. Gleich zu Beginn der Demonstration kam es zu einer polizeilichen Maßnahme: Ein Versammlungsteilnehmer wurde von der Polizei aufgefordert, ein T-Shirt mit einer verbotenen Parole auszuziehen bzw. zu wechseln. Da sich der Teilnehmer weigerte, wurden seine Personalien festgestellt und eine Anzeige erstattet. Während dieser Maßnahme skandierte eine Gruppe wiederholt lautstark 'Yalla, yalla Intifada' – eine Parole, die als Aufruf zum bewaffneten Widerstand gegen israelische und jüdische Menschen v...

Stellungnahme des verantwortlichen Redakteurs von Blogger im Einsatz

Blogger Christopher S.  Am Samstag, den 15. Juni 2025, wurde zwei freien Journalisten – darunter ein Redakteur von „Blogger im Einsatz“ – der Zugang zu einer von der AfD Duisburg durchgeführten Wahlkampfveranstaltung in der städtischen Rheinhausen-Halle verweigert. Die Veranstaltung war öffentlich plakatiert und im Vorfeld angekündigt worden, fand jedoch laut Angaben der Partei „nicht-öffentlich“ statt. Trotz journalistischer Tätigkeit und sichtbarer Ausrüstung wurde weder eine Presseakkreditierung angeboten, noch wurde der Zutritt zur Berichterstattung gewährt. Die Polizei Duisburg ließ die Pressevertreter nur für wenige Minuten unter Aufsicht auf den Außenbereich der Halle – ein freier Zugang zur Versammlung war nicht möglich. Gleichzeitig befand sich ein von der AfD eingesetzter Fotograf mit professioneller Kameraausrüstung auf dem Gelände und fertigte Aufnahmen des umliegenden Bereichs sowie des Gegenprotests an. „Blogger im Einsatz“ kritisiert diesen selektiven Umgang mit der ...

Gegenproteste während Wahlkampfveranstaltung der AfD Duisburg

Am heutigen Sonntag, dem 15. Juni, hielt die AfD Duisburg eine Wahlkampfveranstaltung in der Rheinhausen-Halle ab. Unter den geladenen Rednern waren unter anderem der Vorsitzende der AfD NRW, Martin Vincentz, sowie der als flügelnah und rechtsaußen geltende Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt.  Martin Vincentz fiel in der Vergangenheit durch ein rassistisches Zitat auf, das sowohl online als auch offline für großen Protest sorgte. Beim Neujahrsempfang der AfD in Duisburg im Januar 2024 sagte er: „Am besten ist der Humor, der so schwarz ist wie der Amazon-Paketbote, der Ihnen die Pakete bringt.“ – Martin Vincentz, Neujahrsempfang der AfD Duisburg, Januar 2024 Diese Äußerung löste massive Kritik aus – online wie offline – und wurde von vielen als rassistisch eingeordnet. Es wurde Strafanzeige erstattet und ein Verfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung (§ 130 StGB) eingeleitet. Martin Reichardt ist Bundestagsabgeordneter der AfD aus Sachsen-Anhalt und gilt als Vertreter des...

Hitlergruß-Eklat auf rechtsextremer Versammlung in Hamm

Am 07.06. fand in Hamm eine angemeldete Versammlung der Gruppe „Die dritte Option“ statt, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen ist. Die Anmeldung der Versammlung erfolgte durch eine Person aus Belgien. Für die Veranstaltung waren etwa 70 Teilnehmer angemeldet, tatsächlich erschienen circa 25 Personen. Die Versammlung stand unter dem Motto „GEGEN OFFENE GRENZEN UND UNKONTROLLIERTE EINWANDERUNG“ und begann um 14:00 Uhr. Parallel dazu fand eine Gegenkundgebung statt, an der etwa 20 Personen aus dem linken Spektrum aus Hamm teilnahmen. Blogger Christopher S.  Rechtsradikale Parolen Mit Verzögerung startete die erste Laufdemonstration der Neonazis um 14:50 Uhr und führte über die Bahnhofstraße wenige Hundert Meter wieder zum Stertpunkt Willy Brandt Platz 1 zurück. Um 15:10 lief man die kurze Runde erneut, diesmal mit rechtsradikalen Parolen wie "illegale Migranten raus", "Messerstecher raus" oder  "Vergewaltiger raus".  Die Gegenkundgebung blieb zunächst ...

Rechtes Bündnis mobilisiert nach Münster: Blockaden verändern geplante Route

Am vergangenen Samstag fand eine Versammlung des Bündnisses "Gemeinsam für Deutschland" in Münster statt. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen, die dem Spektrum von Querdenker-Initiativen bis hin zu rechtsextremen Organisationen zugeordnet werden. Bei der Versammlungsbehörde waren etwa 1000 Teilnehmende angemeldet worden; tatsächlich nahmen rund 85 Personen an der Versammlung teil. Das erklärte Motto lautete: „Diplomatie, Frieden und Miteinander statt Waffenlieferungen und Spaltung.“ Zeitgleich fand im Innenstadtbereich eine Gegendemonstration statt, die von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen organisiert wurde. Dafür waren etwa 1000 Personen angemeldet, erschienen sind mehr als 2000 Personen. Blogger Christopher S.  Blockaden verzögern Beginn der Versammlung Die Versammlung des Bündnisses war für 13:00 Uhr angekündigt, mit einer Auftaktkundgebung ab 14:00 Uhr am Servatiiplatz. Gegen 14:00 Uhr blockierten rund 60 Personen aus dem Gegenprote...

"Wuppertal bis Gaza-Yalla Intifada: Wie ein antisemitischer Mob eine Mahnwache für Israel verhöhnte"

Bericht und Kommentar - Blogger Christopher S.  Ein Schlag ins Gesicht der Solidarität  Am Wuppertaler Hbf kam es am Freitag zu einem zutiefst verstörenden Vorfall. Eine stille, israelsolidarische Mahnwache wurde vergangenen Freitag nicht einfach nur gestört - sie wurde von einem lautstark agierenden Mob, bestehend aus Passanten und sogenannten Pro-Palästina-Aktivisten regelrecht verbal attackiert. Mit aggressiven Parolen, die zum Teil weit ins strafbare reichen, hetzte man gegen die Mahnwache und griff die Teilnehmer der friedvollen Mahnwache verbal an.  Was als friedliches und würdevolles Gedenken an die Opfer des größten Massakers an Juden seit dem Holocaust gedacht war, geriet unter den Angriffen von Hassparolen, Hetze und offener Drohung zur Bewährungsprobe für die demokratische Kultur dieses Landes. Gedenken an die immernoch 58 verschleppten Geiseln des 7. Oktober  "Yalla Intifada" - Aufruf zum Terror von der Polizei akzeptiert?  Die verbalen Angriffe blie...

Versammlung mit rechtsextremem Hintergrund in Herford: Übergriff auf Pressevertreter

Am vergangenen Samstag versammelten sich rund 110 Teilnehmende einer von der Polizei als rechtsextrem eingestuften Demonstration in Herford (NRW). Parallel dazu fanden im Innenstadtbereich insgesamt sechs angemeldete Gegendemonstrationen statt. Anmelder der Demonstration war laut Polizeiangaben Daniel Kokott, der in Sicherheitskreisen dem rechtsextremen Spektrum in Ostwestfalen zugerechnet wird. Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen mutmaßlicher Gewalttaten gegen politische Gegner sowie Personen des öffentlichen Lebens. Gruppierungen mit bundesweiter Anreise Unter den Teilnehmenden befanden sich mehrere Gruppierungen, die laut verschiedenen Beobachtungen der rechtsextremen Szene in Nordrhein-Westfalen zugeordnet werden. Die größte Gruppe vor Ort war der sogenannte „Deutsche Störtrupp“ (DST). Nach Eigenangaben richtet sich deren Auftreten häufig gegen politische Versammlungen des linken Spektrums sowie Veranstaltungen wie den Christopher Street Day. Neben dem DST waren auch kleinere...